Über Kenpo

Entwickelt von Grandmaster Ed Parker, zählt American Kenpo heute zu den umfassendsten Kampfkünsten überhaupt. Pioniergeist war damals unerlässlich, um Karate vor ca. 40 Jahren in Amerika einzuführen. Kenpo wurde, beeinflusst durch die chinesischen Kampfkünste, von Ed Parker an die Bedingungen der modernen Verteidigung angepasst. Der Drang nach neuen Innovationen wurde bei EP schon in den frühen Jahren seines Trainings geweckt. Während er in Hawaii aufwuchs, analysierte er die Methoden zu kämpfen und erkannte daraufhin den Bedarf für die Erneuerung der Kampfkünste. Er brach die Fesseln der alten Traditionen, in dem er sich mehr mit logischen, praktischen Methoden der modernen Art zu kämpfen beschäftigte. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Kampfkünsten, ihre Unterschiede, Ähnlichkeiten usw. sind ein wenig unklar.


Obwohl die Kampfkünste Judo, Jiu-Jitsu und Aikido unterschiedlich sind, haben sie doch etwas gemeinsam - sie sind alle orientalische Methoden zu ringen. Dagegen sind Kung Fu, Karate, Kenpo, Taekwon-Do und andere ähnlichen Stile orientalische Arten zu boxen. Karate (was "leere Hand" bedeutet), ist der Ausdruck der von den Japanern gebraucht wird, um die Methoden Japans und von Okinawa zu bezeichnen. Dessen Bewegungen sind in erster Linie linear und Kraft hat hier eine größere Bedeutung. Taekwon-Do z.B. ist die Bezeichnung, die von den Koreanern verwendet wird um ihre Methoden des Kämpfens zu beschreiben. Sie sind spezialisiert auf hohe Tritte und Sprünge und arbeiten mit viel Kraft. Die Bezeichnung Kung Fu wird von den Chinesen als Oberbegriff für ihre Methoden des Kämpfens verwendet. Ihre Systeme sind meist anmutig, fließend mit kreisförmigen Bewegungen und sehr beweglich. Die meisten der chinesischen Systeme arbeiten mehr mit Geschwindigkeit als mit reiner Kraft. Die genaue Geschichte der Entwicklung des Kenpo ist im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen, folglich kann kein genaues Datum festgelegt werden, wann es entstand. Viele der heutigen Darstellungen sind unlogisch und falsch. Niemand weiß mehr, wie viele Aufzeichnungen, wenn überhaupt vorhanden, im Laufe der Zeit vernichtet wurden oder wie viele entwickelte Erkenntnisse nie aufgezeichnet wurden.
Einige Informationen deuten darauf hin das Kenpo, wie es heute bekannt ist, vor 5000 Jahren schon in Indien und China geübt wurde. Alte Schriften auf Panzern von Meeresschildkröten sagten aus, das die Chinesen es schon 21 B.C. betrieben. Obwohl die wahre Herkunft von Kenpo unklar ist, deutet vieles auf einen indischen Priester Namens Daruma oder Bodhidharma 525 A.D. Jedoch gibt es da noch andere bedeutende Personen, die als Vorväter des Kenpo gelten, wie der berühmte Arzt Huá To (190 - 265 A.D.) oder den beliebten General Yeun Fei der in der Sung Dynastie von 960 - 1278 lebte.

Kenpo bedeutet "Gesetzt der Faust", von den Okinawanern benutzt, um chinesische Methoden zu bezeichnen. Aus China kam Kenpo nach Okinawa und wurde dort mit "To" ( auch "Kara") bezeichnet und bestand in erster Linie aus Schlägen, Hieben und Stößen mit der Hand und den Fingern. 1923 ersetzten die Okinawaner das chinesische Schriftzeichen für "China" durch das für "leer". Auf diese Art änderte sich die Bedeutung von "China - Hand" in "leere Hand". Diese Änderung hatte mit Sicherheit eine tiefere Bedeutung, es stellte sich das Geistige über das Physische. 1915 wurde durch Kenwa Mabuni und Gichin Funakoshi der Bann der Verschwiegenheit gebrochen, sie führten ihre Kampfmethoden in Japan ein. Ihr Ziel war es Karate nicht als kriegerische Kunst zu lehren, sondern als persönlichkeitsfördernder Sport für alle, in ganz Japan. Lange bevor Kenpo nach Okinawa kam, existierten noch viele andere Stile in China. Jeder Stil oder jede Methode brachte mindestens eine "Meisterleistung" an Technik hervor, die zum Teil noch heute bekannt sind, trotzdem die meisten Vertreter der Systeme versuchten ihre Methoden geheim zu halten. Die meisten der südlichen chinesischen Kampfmethoden stammen vom Shaolin- oder Shorinji - Kloster und legen viel Wert auf die Standarbeit und Handtechniken. Die nördlichen Systeme beschäftigten sich mehr mit Techniken am Boden, Rollen, Fußtechniken und Sprüngen. Aus diesem Grund hatte ein fester Stand hier keine so große Bedeutung.
Zu den Ur - Stilen von Okinawa zählen Shorei - Ryu und Shorin - Ryu. In den letzten fünf Jahrzehnten, in denen die Japaner Kampfkünste betrieben, haben auch sie Stile verändert und auch einen Anspruch auf eigene Stile wie z.B.: Shotokan - Ryu, Wado - Ryu, Shito - Ryu uva.
Die Koreaner veränderten ebenfalls Kampfmethoden und schufen so ihre eigenen Stile wie z.B.: Taekwon - Do uva.
Ohne diese national geänderten und auf die dortigen Bedingungen angepassten Systeme zu berücksichtigen kann man sagen, dass vier Kampfrichtungen bestanden:
- Chinesisch (anmutig, kreisförmige Bewegungen, sehr beweglich)
- Japanisch (kräftige Techniken)
- Okinawanisch (stressabbauende Übungen)
- Koreanisch (hohe Tritte, Bruchteste)

Leider erfüllen die meisten der o.g. Stile nicht die Anforderungen für eine moderne Selbstverteidigung. Dieses kommt daher, dass einige von diesen Stilen hauptsächlich nur als Körperübungen oder Wettkampfsysteme geschaffen wurden. Andere wurden im Laufe der Überlieferung aus den verschiedensten Gründen derart verändert, dass der Aspekt der Selbstverteidigungsfähigkeit unter realistischen Bedingungen nicht mehr vorhanden ist, bzw. nur höheren Schwarzgurten auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung vergönnt bleibt. Zum Teil bleibt den Stilen aus traditionellen Gründen keine Freiheit den Bedarf an Veränderung zuzulassen, sie sind zu unbeweglich geworden. Einige haben zum Teil gute Ideen für den unbewaffneten Kampf, andere haben aber auch eine Anzahl von Methoden mit alten überholten Theorien, die für die heutige Zeit völlig ungeeignet sind , um sich verteidigen zu können.
Diese selben, von den Chinesen beeinflussten Kampfkünste sind auch nach Hawaii gelangt. Es war ein junger Hawaiianer namens Edmund Keaolah Parker, der diese Kampfkünste von einem der besten Meister und Lehrer der USA , Professor William K.S. Chow, erlernte.
Zusätzlich zu Chows Modifikationen, gelang es EP die alten traditionellen Methoden mit den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuzeit zu verbinden. Auf diese Art ist das System, welches er dadurch schuf einzigartig, praktisch, realistisch, anwendbar und logisch. Neue Aspekte durch Veränderung, die ein altes System nie erfüllen konnte. Durch die Studien des EP ist auf diese Art eine neue, fünfte Kampfrichtung entstanden die Amerikanische, um es genauer zu bezeichnen:"Das Parkersystem des Kenpo".
Obwohl man die verschiedenen Systeme des Kenpo respektieren muss, die vom Orient kommen, sollte man nicht den Bedarf an Verbesserungen übersehen. Auch wenn das System von EP immer noch traditionelle Aspekte bewahrt, ist es trotzdem dafür entworfen worden, es an die Bedürfnisse und Fähigkeiten der betroffenen Personen anzupassen.
Wir sollten für die "endlosen" Beiträge von EP dankbar sein und stolz darauf, privilegiert zu sein, sein kreatives Wissen nutzen zu können um uns weiter zu entwickeln.

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